Der lange Weg zum Gothic Dasein |
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Als Gothic wird man nicht geboren, sondern man entwickelt sich im Laufe der Zeit dazu. Das heißt aber auch, dass viele Anhänger der Szene anfänglich überhaupt nichts für diese übrig hatten. Vielmehr beschäftigten sie sich ausschließlich mit der Musik aus der Szene, die auch heute noch sehr viele „normale“ Menschen anspricht. Aus der Liebe zur Musik entsteht dann oft auch ein Überlegen und Nachdenken. Man beginnt die Welt und deren Ordnung in Frage zu stellen, man will Abstand zwischen sich selbst und die typisch spießigen Menschen bringen. Man beginnt dann häufig, auch Gothic Kleidung zu tragen. Denn viele haben sich bereits in dieser Phase ernsthaft mit den Gedanken an den Tod und das Leben nach dem Tod beschäftigt. Sie haben die eigene, dunkle und innere Seite erkannt und erlebt und wollten diese nun auch anderen Menschen zeigen.
Doch die meisten Gothic Anhänger wissen anfänglich auch nicht, zu welcher Gruppierung innerhalb der Gothic Szene sie eigentlich gehören. Erfahrene Gothic Anhänger wissen aber, dass die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppierung gar nicht nötig ist. Es kommt vielmehr darauf an, sich selbst zu finden, den eigenen Stil zu entwickeln und diesen auch auszuleben. Das heißt, Gothics befinden sich, zumindest anfänglich, auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Doch innerhalb dieser Szene besteht so viel Toleranz allen anderen Dingen gegenüber, dass man sich vollständig entfalten kann. Man muss zu keiner bestimmten Gruppe gehören, man kann sich auch zwischen verschiedenen Gruppierungen finden und trotzdem im Einklang mit der restlichen Gothic Gemeinde stehen. |