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Je älter der Mensch wird, um so weniger Melatonin produziert der Körper. Daraus erklärt sich, dass der Mensch mit zunehmendem Alter weniger Schlaf zu brauchen scheint – was allerdings ein Trugschluss ist, denn wer nachts weniger schläft, benötigt tagsüber das eine oder andere Nickerchen.
Grundsätzlich könnte sich einiges erklären, wenn man die Hormone Melatonin , Serotonin und Cortisol im Zusammenhang sieht. Der Körper produziert Cortisol, das Hormon das als Energiespender gilt, während des Schlafes. In immer kürzer werdenden Schlafperioden werden immer geringere Mengen Cortisol produziert, das heißt, die Energie in den Wachphasen genügt nicht um einen ganzen Tag zu bewältigen. Gleichzeitig genügt die Produktion des Schlafhormons Melatonin nicht mehr, um den Menschen längere Zeit schlafen zu lassen, und so erklärt sich auch, dass ältere Menschen nach wenigen Stunden wieder wach sind, allerdings auch nach wenigen Stunden im Sessel vor dem Fernseher einschlafen. Durch häufigere Schlafphasen am Tag wird die Netzhaut weniger mit Sonnenlicht bestrahlt, und dies sorgt für eine verminderte Produktion von Serotonin. Der Betroffene fühlt sich müde, schwach und antriebslos, vielleicht sogar niedergeschlagen. In Versuchen mit Ratten und Mäusen hat man festgestellt, dass eine verminderte Produktion von Melatonin im Körper den Alterungsprozess beschleunigt. Es wurde auch nachgewiesen, dass Melatonin freie Radikale, die zellschädigend wirken, neutralisiert. Je geringer die Zellschädigung, um so langsamer schreitet der Alterungsprozess voran. In der Wissenschaft ist man sich allerdings noch nicht darüber einig, ob mangelnde Melatoninproduktion eine Folge des Alterungsprozesses ist, oder der Auslöser des Alterungsprozesses. Man sagt jedoch im Volksmund nicht ohne Grund „jemand macht seinen Schönheitsschlaf“. Melatonin wird während des Schlafes produziert. Wer regelmäßig ausreichend schläft, tut also gleichzeitig etwas gegen freie Radikale im Körper und für sein Aussehen. |